Katsiaryna Andrejewa (Bachwalawa)

Katsiaryna Andrejewa (Bachwalawa) wurde am 2. November 1993 in Minsk geboren. Sie absolvierte ein belarussischsprachiges Gymnasium – schon während der Schulzeit zeigte sich ihr Talent für das Erlernen von Fremdsprachen. Bereits für ihren ersten journalistischen Artikel wurde Katsiaryna mit dem Preis „Volksreporterin“ ausgezeichnet. Sie arbeitete mit Narodnaja Wolja, Nascha Niwa und Radio Swoboda zusammen und schloss sich später Belsat an, wo sie Live-Sendungen moderierte – was mehrfach zu ihrer Festnahme führte. Im Jahr 2020 veröffentlichte Katsiaryna gemeinsam mit ihrem Ehemann Ihar Iljasch das Buch Der belarussische Donbass über Belarussen, die am russisch-ukrainischen Krieg teilgenommen haben.

Ende 2020 wurde Katsiaryna zusammen mit ihrer Kollegin Darya Tschulzowa während eines Livestreams vom „Platz des Wandels“ festgenommen. Beide Journalistinnen wurden wegen „Organisation von Unruhen“ zu zwei Jahren Haft verurteilt. Später wurde Katsiaryna außerdem wegen „Hochverrats“ angeklagt und zu acht Jahren Strafkolonie verurteilt.

DIE AKTUELLE ADRESSE VON KATSIARYNA IST AUF IHRER PERSÖNLICHEN SEITE AUF DER WEBSITE DES MENSCHENRECHTSZENTRUMS „WJASNA“ ZU FINDEN. DORT KANN IHR AUCH EINE POSTKARTE ÜBER DEN ENTSPRECHENDEN LINK GESENDET WERDEN.

Über dem weißen Feld...

Über dem weißen Feld
dem Wintermeer
in der Stille
inmitten der Sorgen
um mein Glück
und meinen Schmerz
fliegt, zittert,
strahlt ganz unbeschreiblich
auf dem schwarzen Laken
des ach so vertrauten Himmels
manchen Monat schon
manches Jahr
mein einsamer
stummer
mein einziger
Schicksalsstern.
Ich bete zu ihm, ich
fürchte ihn
versuche ihn
nicht zu sehen.
Ist dann die Zeit heran
halte ich inne, für immer
um unter dem Blick dieses Sterns
meine Ruhe zu finden.
Noch aber irre ich
auf gottverlassenen Pfaden,
auf den Fußspuren
wilder Tiere.
Es schreckt mich nicht mehr,
es ist nicht mehr komisch
es ist schon gar nicht
mehr schlimm,
dass ringsumher
die Lieder verstummt sind
dass statt der Lieder
Rückgrate krachen.
In dem geliebten Land
wo du mich
schon ehe der Frühling beginnt
durch das Gitterfenster
anstrahlst.

Übersetzung: Christine Hengevoss

У мове і ў вершах, у светлых людзях, што ў цёмных месцах, – Беларусь Жыве.

Dies ist ein leeres Menü. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihr Menü Elemente enthält.
Dies ist ein leeres Menü. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihr Menü Elemente enthält.

Katsiaryna Andrejewa (Bachwalawa)

Katsiaryna Andrejewa (Bachwalawa) wurde am 2. November 1993 in Minsk geboren. Sie absolvierte ein belarussischsprachiges Gymnasium – schon während der Schulzeit zeigte sich ihr Talent für das Erlernen von Fremdsprachen. Bereits für ihren ersten journalistischen Artikel wurde Katsiaryna mit dem Preis „Volksreporterin“ ausgezeichnet. Sie arbeitete mit Narodnaja Wolja, Nascha Niwa und Radio Swoboda zusammen und schloss sich später Belsat an, wo sie Live-Sendungen moderierte – was mehrfach zu ihrer Festnahme führte. Im Jahr 2020 veröffentlichte Katsiaryna gemeinsam mit ihrem Ehemann Ihar Iljasch das Buch Der belarussische Donbass über Belarussen, die am russisch-ukrainischen Krieg teilgenommen haben.

Ende 2020 wurde Katsiaryna zusammen mit ihrer Kollegin Darya Tschulzowa während eines Livestreams vom „Platz des Wandels“ festgenommen. Beide Journalistinnen wurden wegen „Organisation von Unruhen“ zu zwei Jahren Haft verurteilt. Später wurde Katsiaryna außerdem wegen „Hochverrats“ angeklagt und zu acht Jahren Strafkolonie verurteilt.

DIE AKTUELLE ADRESSE VON KATSIARYNA IST AUF IHRER PERSÖNLICHEN SEITE AUF DER WEBSITE DES MENSCHENRECHTSZENTRUMS „WJASNA“ ZU FINDEN. DORT KANN IHR AUCH EINE POSTKARTE ÜBER DEN ENTSPRECHENDEN LINK GESENDET WERDEN.

Über dem weißen Feld...

Über dem weißen Feld
dem Wintermeer
in der Stille
inmitten der Sorgen
um mein Glück
und meinen Schmerz
fliegt, zittert,
strahlt ganz unbeschreiblich
auf dem schwarzen Laken
des ach so vertrauten Himmels
manchen Monat schon
manches Jahr
mein einsamer
stummer
mein einziger
Schicksalsstern.
Ich bete zu ihm, ich
fürchte ihn
versuche ihn
nicht zu sehen.
Ist dann die Zeit heran
halte ich inne, für immer
um unter dem Blick dieses Sterns
meine Ruhe zu finden.
Noch aber irre ich
auf gottverlassenen Pfaden,
auf den Fußspuren
wilder Tiere.
Es schreckt mich nicht mehr,
es ist nicht mehr komisch
es ist schon gar nicht
mehr schlimm,
dass ringsumher
die Lieder verstummt sind
dass statt der Lieder
Rückgrate krachen.
In dem geliebten Land
wo du mich
schon ehe der Frühling beginnt
durch das Gitterfenster
anstrahlst.

Übersetzung: Christine Hengevoss

У мове і ў вершах, у светлых людзях, што ў цёмных месцах, – Беларусь Жыве.